Die Reciprosäge – eine Universallösung?

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In jedem Haushalt ist mindestens eine Säge zu finden. Insbesondere Besitzer von Haus und Hof wissen ihre Werkzeuge zu schätzen. Eine Säge kommt dann recht häufig zum Einsatz. Ob zum Kürzen von Metallrohren oder zum Ablängen von Holzlatten. Häufig muss Spezialwerkzeug her. Bei einfachen Aufgaben kann eine einfache Metallsäge oder ein Fuchsschwanz schon helfen. Bei Bauprojekten an Haus oder Garten kommt man allerdings schnell an seine körperlichen Grenzen. Da kann eine elektrisch betriebene Säge Abhilfe schaffen. Soll die Säge möglichst multifunktional sein? Dann kommt nur eine Reciprosäge in Frage.

Das macht die Reciprosäge so besonders

Reciprosäge

Die Reciprosäge ist vielseitig einsetzbar

Anders als konventionelle Tisch- und Handkreissägen verfügt die Reciprosäge (auch Säbelsäge genannt) nicht über ein rundes Sägeblatt. Das Einzige, was sich bei der Reciprosäge dreht, ist der Motor und die Exzenterscheibe, die das Sägeblatt antreibt.

Der große Unterschied: Das Sägeblatt der Säbelsäge bewegt sich hin und her – ähnlich wie bei einem Fuchsschwanz. Genau diese Funktionsweise macht die Reciprosäge so universell einsetzbar. Während sich drehende Sägeblätter eine große Auflagefläche benötigen, reichen der Reciprosäge wenige Zentimeter.

Die unterschiedlichen Arte

Grundsätzlich werden Säbelsägen in zwei unterschiedliche Arten unterteilt. In Akku Säbelsägen und in kabelgebundene Säbelsägen für Steckdosen mit einem 230 Volt Anschluss. Reciprosägen mit Akku haben den Vorteil, überall dort eingesetzt werden zu können, wo es kein Stromnetz gibt. Allerdings muss man beachten, dass diese Geräte deutlich schwerer sind. Wenn der Arbeitsort stets der Werkzeugkeller oder der Gartenschuppen mit Stromanschluss ist, sollte die kabelgebundene Variante bevorzugt werden. Diese Sägen sind leichter, günstiger in der Anschaffung und müssen nicht ständig aufgeladen werden.

Die perfekte Säge für universelle Einsätze

Prinzipbedingt lassen sich Reciprosägen für verschiedenste Arbeiten einsetzen. Oft werden diese Sägen eingesetzt, um Werkstoff abzulängen. Wenn kein Gehrungsschnitt notwendig ist und der Schnitt ach nicht besonders gerade werden muss, ist die Säbelsäge die erste Wahl. Insbesondere an schwer zugänglichen Stellen kann die Reciprosäge punkten. Daher werden diese Sägen auch gerne zum Freischneiden verunglückter Verkehrsteilnehmer verwendet, beispielsweise, wenn Sie in ihrem stark deformierten Wagen eingeklemmt sind.

Hier werden allerdings ausschließlich Akkubetriebene Säbelsägen verwendet. Diese Geräte sind zwar etwas teurer, allerdings lohnen die Mehrkosten, wenn man öfter auf Baustellen oder Outdoor unterwegs ist, wo keine Steckdosen in greifbarer Nähe sind. Die Reciprosäge ist außerdem hervorragend für wandnahe Arbeiten geeignet. Da das Sägeblatt biegsam ist, lassen sich herausstehende Objekte, wie bspw. Rohre oder Schrauben, in Wandebene absägen.

Die Arbeit mit einer Reciprosäge – das ist zu beachten

Makita ReciprosägeDie Verwendung einer Reciprosäge braucht etwas Übung und Vorsicht. Grundsätzlich sind dieses Sägen aufgrund der ständigen Hin- und Herbewegung des Sägeblatts sehr vibrationslastig. Das heißt, dass diese Sägen gut festgehalten werden müssen. Und zwar mit beiden Händen.

Insbesondere beim An- und Auslauf der Säge ist die Gefahr eines Rückschlags groß. Bei hohen Drehzahlen besteht diese Gefahr weniger. Wichtig ist außerdem, dass beim Gebrauch der Säge stets eine Schutzbrille getragen wird. Immer wieder geschehen Unfälle beim Sägen aufgrund fehlender Schutzkleidung. Kleine Splitter werden durch die schnelle Bewegung des Sägeblatts stark beschleunigt und können im Auge große Schäden anrichten.

Fazit zur Säbelsäge – Für wen ist sie geeignet?

Mit verschiedenen Sägeblättern lässt sich die Säbelsäge fast überall einsetzen. Ob zum Beschneiden von Bäumen, Zurechtsägen von Latten oder im allg. Haus- und Gartenbau. Wenn schnelle unkomplizierte Schnitte notwendig sind, ist die Säbelsäge genau das richtige Werkzeug.

Wenn es um präzise Schnitte geht, sollte eine Säge mit „Anschlägen“ (Parallelanschlag, Längsanschlag) verwendet werden. Hier ist je nach Anwendung eine Tischkreissäge, eine Handkreissäge, eine Tauchsäge oder sogar eine Kapp- und Gehrungssäge zu empfehlen.

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