Das Schwerlastregal – was es darüber zu wissen gibt

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Die Anwendungsbereiche des Schwerlastregals sind vielfältig. Ob im gewerblichen Bereich in Hallen, Werkstätten, Lagerräumen oder zu Hause im Keller, der Garage sowie dem Hauswirtschaftsraum, Schwerlastregale werden überall dort benötigt wo spärliche und vor allem schwere Güter eingelagert werden sollen. Bei der Beschaffung eines geeigneten Schwerlastregals gilt es einige Aspekte zu beachten. Welche das sind werden wir in diesem Artikel aufzeigen.

Standort und Einsatzbereich

Zunächst sollte man sich Gedanken darüber machen, welche Lasten das Schwerlastregal tragen muss. Die Tragkraft eines Regals hängt vor allem vom gewählten Material, der Bauweise sowie der Größe (Höhe, Länge, Breite) ab. Die meisten Regale bestehen daher aus einer massiven Stahlkonstruktion die im privaten Bereich in der Regel ineinander gesteckt wird.

SchwerlastregalDie Steck-Variante hat den Vorteil, dass das Regalsystem schnell aufgebaut ist und die Schraubverbindungen nicht nachgezogen werden müssen um ihre Stabilität zu gewährleisten. Dennoch ist zu empfehlen, dass die einzelnen Regalstreben mit einem Gummihammer festgeklopft werden. Im gewerblichen Bereich dahingegen kommen eher Regale zum Einsatz bei denen die einzelnen Elemente miteinander verschraubt werden und das Schwerlastregal nach dem Aufbau im Boden verankert wird. Diese Bauweise erhöht die Tragkraft der Regale um ein vielfaches.

Vor der Beschaffung eines Lastenregals sollte auch darauf geachtet werden, welche Größe dieses maximal haben darf. Daher ist es unerlässlich das Lager, die Werkstatt oder den Keller vor dem Kauf auszumessen. Dabei spielen die Angaben der Breite und Höhe genauso eine Rolle wie die Tiefe der Regalböden, damit sichergegangen werden kann, dass der zur Verfügung stehende Platz für das benötigte Schwerlastregal ausreichend ist. Vor allem in Garagen und Kellerräumen ist auf eine ausreichende Deckenhöhe zu achten.

Auch auf die Beschaffenheit des Untergrundes sollte geachtet werden. Soll dieser schonend behandelt werden, kann es Sinn machen Regal-Füße aus Kunststoff bzw. Kunststoffüberzuge zu verwenden. Wenn es die vorliegenden Gegebenheiten zulassen, kann das Schwerlastregal im Boden verankert oder an der Wand befestigt werden um die Stabilität zu erhöhen. Soll das Regal im freien stehen, ist auf eine rostfreie Lösung zu achten.

Regalböden und Anbaumöglichkeiten

Songmics SchwerlastregalNeben dem Aufbau und der Größe des Schwerlastregals selber haben auch die Regalböden Einfluss auf Tragfähigkeit. Die Regalböden dienen hierbei als Querstreben und erhöhen so die Stabilität. Dabei bestehen diese zumeist aus Holz (Spanholz) oder Metall.

Wie bereits erwähnt sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen wie schwer die Gegenstände sind die in dem Regal gelagert werden sollen, damit man ein dazu passendes Regal auswählt. Schwerlastregale für den Privatgebrauch gibt es im freien Handel und tragen, je nach Ausführung, 150 bis 500 Kg je Regalboden. Professionelle Ausführungen die im gewerblichen Bereich zum Einsatz kommen, können dagegen bis zu mehrere Tonnen je Regalboden tragen. Generell gilt: Je höher das Eigengewicht desto stabiler ist das Regal.

Wer ausreichend Platz zur Verfügung hat, aber noch nicht weiß wieviel Stauraum in Form von Regalen benötigt wird, sollte auf ein erweiterbares Regalsystem zurück greifen. Mit diesen hat man die Möglichkeit die Schwerlastregale zu einem späteren Zeitpunkt aufzustocken.

Welche Schwerlastregal-Arten gibt es

Je nach Anwendungsbereich unterscheiden sich Schwerlastregale nicht nur in Größe und Material, sondern auch im Aufbau und der Funktionalität. Nachfolgend stellen wir Ihnen die 4 gängigsten Ausführungen vor.

Fachbodenregale

Der Klassiker unter den Schwerlastregalen ist das Fachbodenregal. Dieses eignet sich hervorragend für das Einlagern kleiner und mittel großer Gegenstände (z.B. Kisten, Kanister, Eimer), die ein Gewicht von insgesamt 350 Kg je Regalboden nicht überschreiten. Sollte mehr Traglast benötigt werden kann diese mit Hilfe von Verstärkungsunterzügen auf bis zu 450 Kg je Regalboden erhöht werden.

Weitspannregale

Das Weitspannregal ist für das einlagern von besonders sperrigen Lagergut konzipiert und wird dadurch auch besonders hohen Ansprüchen in der Kommissionierung gerecht. Besonderes Merkmal des Weitspannregals sind die auffallend längeren Regalböden im Gegensatz zu den Böden eines Fachbodenregals.

Palettenregale

Das Palettenregal ist, wie der Name es bereits verrät, für das einlagern von Paletten konstruiert. Diese Regale können besonders hohe Lasten von bis zu 30 Tonnen je Regal tragen. Neben der hohen Traglast besticht das Palettenregal vor allem durch die schnelle Waren Ein- und Auslagerung durch einen Gabelstapler sowie der Möglichkeit einer Längs- und Querlagerung. Da in Deutschland fast ausschließlich die Europalette genutzt wird, sind auch die Palettenregale auf diese genormt.

Kragarmregale

Bei einem Kragarmregal sucht macht die vertikalen Verstrebungen vergeblich. Auf diese wird bewusst verzichtet um die Einlagerung von sehr langen Gütern zu ermöglichen. Kragarmregale sind ebenso schlicht im Aufbau, so wie effektiv in der Praxis. Diese Form des Schwerlastregals wird gerne für die Lagerung von Holzbretter, Rohren und Profilleisten bis zu einem Gewicht von 2000 kg genutzt.

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